FMY e.V. fördert Yoga im Raum Moenchengladbach
Bildmotiv zum Thema Indien und Yoga!
E-Mail an FMY e.V. Beispielstunden Anmeldung zum Ueben Uebunbsarchiv-Asana Yoga-Fotos-Filme-Texte Shop für Yoga-Artikel Gastbuch Seiten empfehlen Abwaerts
Yoga heute Die Zeit in der wir leben und Yoga

Zurück ◄

Yoga heute
Chakras & Energie
Hand - Mudras
Hatha Yoga
Yoga Pradipika
Urklang & Yoga
Tinnitus
Meditation
Mantra
Katha Upanishad
Bhagavad Gita
Yoga Sutras
Astanga Yoga
Advaita Vedanta
Gedichte

Die Frage: "Was ist Yoga?", könnte bei einem Erklärungsversuch tief in vergangene Jahrhunderte führen. Hier soll darauf verzichtet werden, um das Augenmerk eher auf das zu richten, was Yoga für uns in unserer Zeit bedeuten und für unsere menschliche Entwicklung bewirken kann.
"Wir Menschen sind geblieben, wie wir seit Millionen von Jahren waren - im höchsten Maße gierig, neidisch, aggressiv, eifersüchtig, ängstlich und verzweifelt, mit gelegentlichen Ausbrüchen der Freude und der Zuneigung. Wir sind eine seltsame Mischung von Haß, Furcht und Freundlichkeit. Wir sind gewalttätig und auch friedfertig. Der äußere Fortschritt hat uns vom Ochsenkarren bis zum Düsenflugzeug geführt; aber innerlich hat sich das Individuum überhaupt nicht geändert, und dieses Individuum hat die Struktur der Gesellschaft in der ganzen Welt nach seinen Wünschen geschaffen."
 
Wünsche

Wir leben in dieser Zeit, mit steter Herausforderung der geistigen Fähigkeiten. Lernen ist ein fortwährender Prozess geworden. Der dahinter verborgene Antrieb besteht aus Wünschen, die wir mit der Erfüllung unserer Bedürfnisse, wie der Befriedung von Wertvorstellungen verbinden.

Es herrscht allgemein die Überzeugung zum glücklich sein gehört ein gesichertes Einkommen, Besitztümer, eine Familie und Freunde. Für die meisten Menschen erfüllt sich dieses Glück im Rahmen der Freizeit. Als Nächstes wird folgerichtig mehr Freizeit angestrebt, was wenig Arbeit für viel Geld erfordert. Stellen wir uns nun einmal vor all diese Wünsche würden sich erfüllen.

Wir wollen uns Wünsche wie gut aussehende Kleidung, ein neues Auto ein Haus oder was auch immer erfüllen. Wir gehen also hin und erfüllen uns diese Wünsche. Die damit verbundenen Glücksgefühle sind jedoch leider nur von kurzer Dauer. Es verhält sich damit ähnlich wie mit der Nahrungs-aufnahme. Zunächst empfinden wir ein Hungergefühl und stellen uns die schmackhaftesten Speisen vor. Haben wir dann gegessen und sind gesättigt würden wir nicht zufriedener, wenn wir noch mehr essen würden. Im Gegenteil es würde uns Unwohlsein bescheren.

Hätten wir also das Paradies auf Erden erreicht, wenn wir uns all unsere materiellen Wünsche erfüllen könnten?

Überernährung

Wenn wir das glauben, kennen wir die menschliche Natur nur oberflächlich. Diese paradiesische Glücksverheißung ist ein Trugschluss, so wie der Glaube, dass es Freude bereiten würde jeden Tag Weihnachten zu feiern. Es wäre nichts Besonderes mehr, es würde zum Alltag gehören wie Zähne putzen. Menschen, die einen gewissen Reichtum besitzen, suchen Herausforderungen wie z.B. mit einem Heißluftballon als Erster die Erde zu umrunden. Ihr Reichtum kann noch so groß sein, sie finden nicht den erstrebten Frieden, weil die Befriedigung nie von Dauer ist. Die Begierden verschwinden nicht sie verändern nur ihre Erscheinungsform, bis der Einzelne an die Grenze seines Daseins gelangt. Es sind Kreisbewegungen, mal mehr oder weniger Große.

Nun ist Yoga eine sehr alte Angelegenheit und bei genauerem Hinsehen lässt sich feststellen das derartige Fragen Menschen schon sehr lange bewegen. Auch im westlichen Kulturkreis ist eine lang anhaltende Beschäftigung mit diesen Themen zu erkennen und wenn wir der Lösung näher kommen wollen, werden wir uns wohl oder Übel weniger mit der Erfüllung der Wünsche als mit ihrer Natur beschäftigen müssen. Wir müssen also an der Quelle der Entstehung unserer Wünsche nach einer Lösung suchen.

Eines der ersten Rezepte der Yogatradition ist die Selbsterforschung. Die meisten Menschen wissen was sie haben oder wollen, aber selten, wer sie sind. Wie können wir aber ernsthaft glauben, dass die Erfüllung unserer Wünsche uns dauerhaft zufrieden stellt, wenn wir nicht wissen, wer wir sind oder wie Zufriedenheit im Inneren funktioniert? Wir geben uns da offensichtlich einer Illusion hin.

Würde die Einsicht und Feststellung, dass Zufriedenheit kein Attribut der Dinge ist, sondern eine Eigenschaft und Fähigkeit in unserem Inneren, nicht grundlegende Konsequenzen für unsere Orientierungsrichtung bewirken? Die Blickrichtung würde von außen nach innen wechseln. Ist es so nicht sinnvoller einen Ort inneren Friedens aufzusuchen als auf der Suche nach irgendwelchen Schätzen die ganze Erde umzugraben und zu verunstalten? Dieser Gedanke könnte weitreichende Folgen haben und uns vieles ersparen. Wir würden Zufriedenheit in uns selbst und nicht über den Umweg des materiellen Zaubers erfahren. Hilft es also genauer zu betrachten wer wir sind?

Die Ausrichtung unseres Handelns sollte auf innerer Wahrheit beruhen. Die Suche danach wird im Westen Spiritualität genannt. Spiritualität repräsentiert also nicht jene Weltfremdheit, die man ihr oft unterstellt, sondern ist als Befreiungsversuch von den Verwirrungen des herkömmlichen Lebens zu verstehen. Ohne die Einsicht in Selbsterkenntnis drehen wir uns nur im Kreis und unsere Wünsche werden zum goldenen Käfig. Die Klarheit der Sicht ist dann getrübt durch Wunschvorstellungen, die in unseren Köpfen umhergeistern und uns zu immer neuen Verstrickungen anregen.

Es gibt überall in unserer Gesellschaft Indizien dafür, dass kein ökonomisches Interesse dahin geht, Menschen über derartige Sachverhalte aufzuklären. Im Gegenteil ganze Industrien leben von Werbung und von der Produktion der Vorstellung, dass wir all das brauchen, um glücklicher zu werden. Überall wird vermittelt wie wir etwas in unsere Köpfe hinein bekommen, doch niemand fragt, wie wir Überholtes oder Unwichtiges aus unseren Köpfen wider heraus bekommen. Eine Ansammlung von Fragmenten fristet in uns ein unbestimmtes Dasein. Dies erinnert an die Müllhalden der modernen Städte, nur dass der hier gemeinte Müll in uns ist und sich niemand um seine Entsorgung kümmert. Wachstumsgrenzen

Die Geschwindigkeit des modernen Lebens

Ein weiterer Aspekt unseres modernen Lebens ist die Geschwindigkeit, mit der wir uns durch den Raum bewegen. Bei genauerer Betrachtung werden wir feststellen das auch dies unsere Wahrnehmung verändert.

Nehmen wir die Landschaftsbetrachtung bei einer Autofahrt als Beispiel.

Wir werden zugeben, dass mit zunehmender Geschwindigkeit die Betrachtung der umgebenden Landschaft immer flüchtiger wird. So entsteht ein sehr oberflächliches, fragmentarisches Bewusstsein von unserem Lebensraum.

Details werden nicht mehr gesehen, Bienen, Igel oder Hasen erscheinen oft nur noch als störende Flecken auf Windschutzscheiben bzw. Landstraßen. Die durch Wahrnehmungen gewonnenen Inhalte des Bewusstseins dienen aber als Grundlage unseres Denkens und Handelns. Folgerichtig verändert sich die Qualität des Handelns zunehmend.

Wenn wir im weiteren unsere Selbstwahrnehmung kritisch prüfen, so werden wir auch hier feststellen können, dass Geschwindigkeit zu einer veränderten Wahrnehmung der inneren Landschaften führt. Körpergefühle werden verdrängt und Selbstwahr-nehmung wird durch Beschleunigung der Lebensprozesse empfindlich gestört.

Artenschutz

Hinzu kommt eine beschleunigte Spezialisierung, ohne die wir im Berufsleben kaum mehr eine Chance bekommen. Wir wissen immer mehr über immer weniger und verlieren dabei zunehmen uns selbst. Worin besteht aber der Sinn dieser modernen Prozesse, wenn sie zum Selbstverlust führen? Leben wir also heute in einer uns fremd gewordenen Naturlandschaft, in der wir uns selber immer fremder werden?

Diesen Entfremdungsprozessen begegnet Yoga durch Vermittlung von Gegenwärtigkeit und Entschleunigung der Selbstwahrnehmung. Im Zentrum der Selbstwahrnehmung und unserer Selbsterkenntnis finden wir die Antworten auf die grundlegenden Fragen. Nicht fremde Lehren sondern nur wir selbst können uns ein Licht sein in Zeiten die im Begriff sind völlig finster zu werden.

 

Umwelt.- und Selbstbewusstsein

Wir sind die Gedanken, die wir denken!

Wenn wir schlechte Gedanken denken, züchten wir deren Saat in uns.

Wir sind die Luft, die wir atmen!

Wenn wir die Luft verschmutzen, werden wir wie die verschmutzte Luft sein.

Wir sind das Wasser, das wir trinken!

Wenn wir die Gewässer verpesten, werden wir wie das verpestete Wasser sein.

Wir sind die Erde, die uns nährt!

Wenn wir die Erde vergewaltigen, vergewaltigen wir uns selbst.

Wir haben mit Gewalt, im Dienste des Lebensstandards, gewaltige Veränderungen in der Natur geschaffen.
Wann werden wir verstehen, dass wir uns diese Gewalt selbst zufügen? Der Verlust an natürlicher Umgebung spiegelt den Verlust unserer eigenen Natürlichkeit. Wir werden diese Natur erst dann erkennen, wenn wir beginnen uns Selbst zu erkennen, weil wir jenseits unserer eigenen Natur nie eine Natur entdecken werden!

Wir essen schon lange vom Teller der Zukunft unserer Kinder und unsere Liebe zu ihnen wird sich eines Tages an dem messen, was übrig blieb. Wo ist die Klarheit der Sicht, wo ist die Weisheit und wo der Sinn unseres Handelns? Wir haben die Freiheit so zu handeln, wie wir es selbst bestimmen. Aber, was ist Selbstbestimmung ohne Selbsterkenntnis? Nur tiefste Selbstkenntnis gibt die ruhige Selbstgewissheit, nur unmittelbare Gegenwärtigkeit gibt uns Kraft, die wir heute brauchen, um unserem Leben selbstbestimmt eine sinnvolle Richtung zu geben.

Der heutige Mensch erkennt sich selbst in seinem Denken, in seinen Idealen, in Überzeugungen, in den Wertvorstellungen, in dem, was er gelernt hat oder seinem Wissen. Das alles sind Inhalte unseres Bewusstseins und die sind aufmerksamkeits- bzw. konzentrationsbedingt wechselhaft. Das Bewusstsein selbst aber bleibt wie die Leinwand auf der wir uns die unterschied-lichsten Filme ansehen können. Wenn die Bildspiele auf der Leinwand enden, tritt sie plötzlich als das in Erscheinung, was sie wirklich ist. So ist es auch mit unserem Bewusstsein. Das von Inhalten befreite Bewusstsein, der ruhige Geist erst gibt den Blick frei auf das, was wir wirklich sind.

Wenn wir diese Gedanken verstehen und beginnen ihre Quintessenz zu verwirklichen, werden wir den Frieden, den wir alle suchen, mit uns selbst schließen können. So werden wir zufriedener, selbstgenügsamer oder bescheidener und unseren Kindern diese Erde nicht als Müllhalde hinterlassen.

Interesse an Umweltschutz?


Einfachheit

 

 
Design powered and sponsored by: Pixeltempel - Multimedia & Webdesign Login FMY e.V. Intern Haftungsausschluss Impressum nach TDG Interne Suche Linkliste Literatur Wollen Sie unsere Website zu Ihrer Browser Startseite machen? Moechten Sie diese Seite Ihren Favoriten hinzufügen? Aufwaerts