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Konzeptausführung des Basisunterrichtes 9. Stunde
5. Ausführen von Atembestimmten Bewegungsabläufen
Ein wichtiges Werkzeug , um die oft sehr anspruchsvollen, klassischen Asanas zu
erarbeiten, sind die Karanas. Sie stellen gewissermaßen Etappen auf dem Weg der kleinen
Schritte dar, die zu einem Asana führen. Es sind Bewegungsfolgen oder dynamisierte Asanas.
Karanas können in unterschiedlichen Haltungen, die in einer Bewegungsfolge
zusammengestellt sind, verschiedene Elemente zur Vorbereitung eines Asanas enthalten.
Wenn wir uns für ein Karana entschieden haben, schließen wir die Augen, um uns besser zu
spüren. Wir nehmen eine Beobachterposition ein und richten die Aufmerksamkeit auf die
unbeeinflusste Atemschwingung. Wie in der Kindheit beim Schaukeln, Schwung für Schwung,
dehnen wir dann die Pendelschwingung der Atmung, aus. Wir verlangsamen und vertiefen den
Atem.
Als nächstes kommt es darauf an, Bewegung und Atmung zu synchronisieren. Dem Karana
entsprechend, beginnen wir mit der bewegungszugehörigen Atemphase langsam, fließend den
Spannungsaufbau. Er endet an der Bewegungsgrenze, mit voller, bzw. leerer Lunge also mit
dem Abschluss der jeweiligen Atemphase. Meist wird der Spannungsabbau in umgekehrter
Reihenfolge vollzogen und schließt ebenfalls mit dem Endpunkt der Atemphase.
Bedürfnis entsprechend wird das Karana wiederholt.
Solange wir den Atem ruhig führen können , befinden wir uns innerhalb der Grenzen unserer
körperlichen Möglichkeiten. In dem Moment, in dem wir einen schnellen Atemzug durch Nase
oder sogar Mund machen müssen, ohne eine gewisse Gleichmäßigkeit des Atemstromes, sollten
wir aufhören.
6. Vorbereitung der Ziel-asanas
Meist sind es verschiedene Bereiche des Körpers, die einer Vorbereitung bedürfen. Wenn wir
eine Abfolge von Asanas planen, müssen diese Vorbereitungen sinnvoll aufeinander
folgen. Es
kann mit einem allgemeinen Lockern und Aufwärmen begonnen werden. Je nachdem welche
Muskelgruppen im Ziel-asana besonders intensiv angesprochen werden, ob es um Spannung oder
Dehnung geht, wird das Aufwärmen in diese Richtung spezifischer. Es empfiehlt sich, bevor
ein Asana statisch geübt wird, es mehrere male dynamisch durchzuführen. So können z.B.
Krämpfe oder Zerrungen vermieden werden.
7. Durchführung der Asanas
Die Durchführung der Asanas erfährt mit den individuellen, physischen oder psychischen
Gegebenheiten der Kursteilnehmer Einschränkungen. Es gelten für alle Asanas
Vorsichtsregeln und Gegenanzeigen. Häufig lassen sich Schwierigkeiten umgehen, man
variiert oder mildert ab. In gewissen Fällen wie Bandscheibenproblemen, Entzündungen,
nicht lange zurückliegenden Operationen, Brüchen oder Menstruation, kann es ratsam sein
auf bestimmte Haltungen zu verzichten. Grundsätzlich gilt, in Zweifelsfällen die ärztliche
Unbedenklichkeit einzuholen.
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